Atemschutznotfalltraining
Bei diesem Übungsdienst drehte sich alles um die Rettung eines verunfallten Atemschutzgeräteträgers. Hierfür wurden die Kameraden in ein Konzept zur Notfallrettung eingeführt und konnten praktische Erfahrungen mit einer sogenannten Atemschutznotfalltasche sammeln.
Die gesamte Übung fand unter verschärften Bedingungen statt, da die Sichtscheiben der Atemschutzmasken durch Folien verdeckt wurden.
Übungsinhalte:
- Schnelles Erkennen und Beurteilen kritischer Situationen des Notfalls
- Suchmethoden zum Absuchen von verqualmten Räumen
- Sicherstellen der Atemluftversorgung an verunfallten Atemschutzgeräteträgern mittels Umkuppeln der Mitteldruck-Leitung
- verletzte Kameraden mit Hilfe des Rettungstuches oder Schleifkorbtrage aus dem Gefahrenbereich bringen
Ein Artikel zum Thema Atemschutznotfalltraining (Der Feuerwehrreporter an der LFS-Sachsen):
http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/03/17/feuerwehr-reporter-atemschutz-notfalltraining/
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Ein Sicherheitstrupp wird sofort in Stellung gebracht, wenn ein Atemschutztrupp in ein Gebäude vordringt. Der Sicherheitstrupp ist NUR für den speziellen Fall vorgesehen, falls dem eigentlichen Trupp, der in der Einsatzstelle arbeitet, unvorhergesehenes passiert und dieser nun bewusstlos, verschüttet, oder sich in einer sonstigen Notsituation befindet. Ein Sicherungstrupp ist immer komplett ausgerüstet und hat das Atemschutzgerät angelegt.
Die Luft in der Flasche wird für den Eingeklemmten eng, der Druck lässt nach – es ist nur noch wenig lebensnotwendige Atemluft verfügbar. Der Sicherheitstrupp ist mit einem neuen Rettungsgerät ausgerüstet – einer Atemschutznotfalltasche. So wird dem eingeklemmten Kameraden schnell durch tauschen der Mitteldruckleitung geholfen. Doch genau dieser Handgriff ist sensibel, denn auf den Befehl „1, 2, 3“ hält der Verunfallte die Luft an, die Leitung von der fast leeren Flasche wird getrennt und an die neue, volle Flasche angeschlossen. In diesen wenigen Sekunden muss der Feuerwehrmann die Luft anhalten – Ventile versperren giftigen Rauchgasen den Weg in die Schläuche, daher kann auch er nicht atmen. Wenn bei dem Tausch etwas schief geht, kann der Kollege in Panik verfallen und sich die Maske vom Gesicht reißen.
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Bericht ASGW T. Reichelt

